Im therapeutischen Alltag frage ich mich manchmal, wieso manche Patienten schneller vorankommen als andere. Und als Therapeutin frage ich mich auch, warum ich mit gewissen Methoden bessere Erfolge habe als mit anderen, obwohl auch diese Methoden als gut und zweckmässig gelten. Welche Rolle spielen dabei unsere Gedanken. Und was kann mir denn eigentlich helfen, meine Ziele besser zu erreichen?
Inhaltsverzeichnis
Meine Ziele besser erreichen und was hat mein Geist damit zu tun!
Folgendes Zitat habe ich gelesen: „ jeder kann nur das empfangen was er bereits geistig in Besitz genommen hat.“ Mit meiner „Therapeutenbrille“ gelesen bedeutet dieser Satz also auch: Jeder kann nur Gesundheit empfangen – erlangen wenn er seine Gesundheit geistig in Besitz genommen hat.
Was bedeutet das konkret? Um gesund zu werden brauche ich eine klare Vorstellung davon wie sich «Gesundsein» anfühlt. Welche Aktivitäten kann ich machen, wie fühlt sich mein Körper dabei an, wie bewegt er sich usw. Zum Glück haben wir ja meistens eine Erinnerung daran, wie es vor dem Unfall oder der Erkrankung war. Ziel müsste es also sein, diese Erinnerung möglichst gut wieder abzurufen. Oder vielleicht auch ein neues gutes Gefühl für Bewegung und gesund fühlen zu finden.
Wie stehe ich zum Beispiel da, wenn ich ganz schmerzfrei und gesund bin? Nun kann man sich fragen: Haben Menschen, die eine klare Vorstellung haben, was sie wieder alles können wollen und wie sich Bewegung anfühlen soll einen besseren Heilungsverlauf? Hilft die Vorstellung/das Innere Bild von „Gesund sein“ um gesund zu werden?
Ich finde dies eine Frage über die es sich lohnt nachzudenken.
Als Therapeutin habe ich jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass mir eine klare Vorstellung davon, was ich tue, bessere Resultate bringt. Nehmen wir zB manuelle Techniken: Wenn ich ein Hüftgelenk manuell behandle, habe ich eine genaue Vorstellung davon, wie das Gelenk aussieht, wie es unter meinen Händen bewegt und auch wie sich ein „gesundes“ Gelenk bewegt. So kann ich meine Bemühungen dahin lenken, dass sich das Gelenk immer mehr wie ein gesundes Gelenk bewegt und anfühlt. Und wie oben erwähnt habe ich mit Methoden, wo ich eine genaue Vorstellung habe, was sie bewirken sollen, viel bessere Resultate als mit solchen wo mir nicht ganz klar ist wie sie wirken. Es könnte also für den Heilungsverlauf hilfreich sein, eine klare Vorstellung davon zu haben, wofür ich zB Übungen mache und wie mir diese Übungen helfen werden mich gut zu fühlen.
Meine Ziele in der Therapie erreichen
In der Therapie ist also anzustreben, dass sich der Patient immer wieder auf seinen Körper fokussiert und registrieren kann, ob es sich nach einer Behandlung oder Übung besser oder eben gesünder anfühlt. Diese Körperwahrnehmung ist wichtig auf dem Weg zur Gesundung. Das Gute Gefühl kann man im Körper und im Geist speichern, damit es in schlechteren Zeiten wieder abrufbar ist als Ziel wo man hin will.
Auch beim Ausüben von Tai Chi mache ich immer wieder die Erfahrung ,wie sie im Zitat beschrieben wird: um das „Geschenk“ eines optimalen Bewegungsablaufs in der Tai Chi Form zu empfangen muss ich die Form erst im Geist erfasst haben. Der Körper folgt dem Geist. Je genauer meine Idee der Bewegung ist, desto besser wird die Ausführung. Es ist also nicht nur wichtig wohin ich meine Hand bewegen will, sondern auch der Weg dahin und wie es sich im Körper anfühlen soll etc. Je besser meine geistige Vorstellung davon ist, was ich eigentlich machen will, desto besser kann auch die Ausführung werden.
Also muss ich auch im Tai Chi die Form erst geistig in Besitz nehmen, bevor sie wirklich gut werden kann.
Im Tai Chi zeigt sich mir auch, dass wir mit diesem Prozess auch nie fertig sein werden, denn es gibt unzählige Aspekte die man beobachten kann. Wenn die Bewegungsabläufe erst mal ungefähr klar sind, fängt die Arbeit erst richtig an: Nun ist eben die Körperwahrnehmung gefragt:
- Wann fühlt sich eine Bewegung wirklich leicht und frei an?
- Kann es nicht immer noch leichter werden?
Die Akupunktmassage und meine Ziele
Da ich mich in der Akupunktmassage (TCM) auch viel mit dem Energiefluss durch den Körper beschäftige, spüre ich der Energie natürlich auch gerne beim Üben von Tai Chi nach. Dies eröffnet noch ein viel weiteres Spektrum an Körpererfahrung. Ich stelle dabei fest, dass die Bewegung besser wird, wenn mir klar ist wie die Energie fliessen soll. Dabei entwickelt sich auch meine Vorstellung und mein Gefühl dafür, wie sich die Energie im Körper bewegen lässt und dies befruchtet wiederum meine Akupunktmassage. Und eben, dieser Prozess geht immer weiter und ist spannend.
Die Rolle der Gedanken im Leben
Und es führt mich zurück zu der Frage, welche Rolle unsere Gedanken in unserem Leben spielen:
Ich denke es lohnt sich, sich bewusst zu machen was man geistig in Besitz nehmen möchte, was sind meine Ziele. Dann kann man die Gedanken um das Ziel kreisen lassen und man weiss wo man hin will. Viel besser, als dass die Gedanken von uns Besitz ergreifen und um die Dinge kreisen , die wir nicht haben möchten und uns somit festhalten an dem was wir loswerden möchten.
Fazit um meine Ziele finden erreichen!
Um unsere / meine Ziele zu erreichen, kann es uns also helfen, unseren Fokus und unseren Geist auf das auszurichten was wir empfangen möchten. Und dabei dürfen wir ruhig ausführlich sein: Wie genau fühlt es sich an, wie sieht es aus, was sage ich dabei zu mir selbst, welche Details kann ich beachten…Und auch wenn das Ziel nicht sofort erreicht wird, kann ich aus Erfahrung sagen dass auch der Weg spannender wird, wenn der Geist fokussiert ist und weiss was er tut
Wie ist es in deinem Leben? Wo hast du klare Ideen und geistige Bilder und wirkt es sich aus? Und gibt es vielleicht Bereiche, wo dir die geistige Ausrichtung fehlt? Und möchtest du vielleicht etwas daran ändern?
Das tolle ist ja: In unseren Gedanken ist alles möglich!
Kontroversen über Wahrscheinlichkeiten – ein Unsinn?

Eine der am häufigsten diskutierten Kontroversen über Wahrscheinlichkeiten ist die Diskussion über die Interpretation von Wahrscheinlichkeiten. Einige Experten argumentieren, dass Wahrscheinlichkeiten als objektive Messungen zu verstehen sind und nicht als subjektive Bewertungen.
Wahrscheinlichkeiten und Kontroversen
Immer mal wieder werde ich in meinem Therapeuten-Alltag mit der Frage konfrontiert: soll ich impfen oder nicht? Ist eine Erkrankung schlimmer als die Impfung? Vor ein paar Tagen sah ich ein Video in dem viele wissenschaftliche Fakten zusammen getragen wurden und eine Impfung empfohlen wurde, da die Risiken gering seien im Vergleich zu einer Erkrankung. Heute lese ich einen Artikel von einem Arzt, der das Impfen ablehnt, da die Risiken nicht klar abschätzbar sind. Beides ist nachvollziehbar und plausibel, da man auf beiden Seiten Risiken und Chancen sehen kann. Im Alltag erleben wir aber oft, wie sich Fronten auftun, weil man eben keinen Grauzonen-Entscheid fällen kann: Entweder ich impfe oder ich impfe nicht.
Das Problem ist, dass es auf beiden Seiten Risiken gibt und es ist sinnlos die Wahrscheinlichkeiten gegeneinander auszuspielen. Ein Lehrer von mir, ein Onkologe sagte einmal: für den einzelnen Patienten spielt es keine Rolle ob eine Krebsart eine Überlebenschance von 1:1000 hat. Entweder du überlebst oder du überlebst nicht, also fifty-fifty.
Und genau damit müssen wir wieder leben lernen. Es gibt keine absolute Sicherheit. Es kann immer irgendetwas schief gehen und wir werden alle irgendwann sterben. Und jeder muss für sich selbst entscheiden, welche Wahrscheinlichkeiten – Risiken er eingehen will.
Bei allen Kontroversen sollten wir auch die Macht der Gedanken nicht unterschätzen: Wir sollten uns nicht zu sehr mit den Risiken beschäftigen, sondern das tun, was wir für richtig halten. Und wenn ich mich entschieden habe, spielt es keine Rolle mehr, was alles sein könnte. Dann denke ich nur noch daran, wie ich es mir für mich vorstelle. Es macht dann keinen Sinn mehr, sich mit all den Negativszenarien zu beschäftigen.
Also: konzentrieren wir uns am besten darauf, was uns gut tut und gesund erhält. Für mich heisst das zum Beispiel:
- Regelmässig Training, weil das meinem Körper und meinem Geist gut tut.
- Mein Körper bekommt genügend Vitamine und Mineralstoffe
- Meine Seele einen guten Mix von Arbeit und Erholung.
- Und meinen Geist beschäftige ich möglichst nur mit guten Gedanken, zB, dass mich alles weiterbringt, was mir begegnet. (zB das Nachdenken über verhärtete Fronten)
- Und ich tue möglichst täglich das, was ich tun möchte, damit ich jederzeit sagen kann: ok, ich habe gelebt, ich bin bereit zu sterben.
Anhang der Redaktion betreffend Wahrscheinlichkeiten
Kontroversen über Wahrscheinlichkeiten sind vor allem in Bezug auf ihre Anwendbarkeit auf fragwürdig komplexe Situationen entstanden. Zum Beispiel gibt es bestimmte Situationen, in denen die Kontrolle einer Person über ein Ergebnis so gering ist, dass es unmöglich ist, eine genaue Wahrscheinlichkeit zu berechnen. Ein weiterer Streitpunkt ist die Frage, ob Wahrscheinlichkeiten einfach mathematische Modelle sind oder ob sie tatsächlich den Zustand der Realität widerspiegeln. Viele Leute meinen, dass die Wahrscheinlichkeiten zwar mathematisch korrekt sein mögen, aber sie nicht immer das wahrheitsgetreue Abbild der Realität wiedergeben. Schließlich bringen manche Beobachtungen Überraschungen hervor, die durch die Wahrscheinlichkeitstheorie nicht vorhergesehen werden konnten.